Grosses Weihnachtskonzert in Fuechtorf Gemeinsamer Gesang beruehrtZum großen Finale teilten sich alle Musiker die große Bühne des Altarraums. Foto: Christopher IrmlerGroßes Weihnachtskonzert in Füchtorf

Füchtorf/Sassenberg - „Ich habe die schöne Aufgabe, Sie und Euch hier begrüßen zu dürfen“, empfing ein sichtlich strahlender Pfarrer Andreas Rösner die Besucher des großes Weihnachtskonzerts.

Es sei „großartig, wie viele heute zum Konzert gekommen sind“. Und tatsächlich sprengte das Interesse am gemeinsamen Konzert der Kinderchöre, von Sound & Spirit, der Chorgemeinschaft Füchtorf, von Organist Simon Brüggeshemke, Bass-bariton Florian Franke und dem Bläser- und Streichensemble um Georg Potthoff die räumlichen Kapazitäten der Kirche St. Mariä Himmelfahrt .

Eine halbe Stunde vor dem Konzertbeginn am Sonntagnachmittag hatten die Verantwortlichen bereits die Tore des Gotteshauses geöffnet. Und obwohl noch eiligst Stühle aus dem benachbarten Pfarrheim aufgestellt wurden, mussten viele Konzertbesucher, die deutlich vor Konzertbeginn die Kirche betraten, mit einem Stehplatz Vorlieb nehmen.

Ihr Kommen dürften sie jedoch nicht bereut haben – im Gegenteil. „Heute dürfen wir voller Freude dabei sein, wenn ihr und Sie diese weihnachtlichen Klänge präsentieren“, dankte Rösnerden Musikern für ihr Engagement.

Den Anfang machte der Chor „Sound & Spirit“, dirigiert von Christian Ortkras, der mit der musikalischen Leitung betraut wurde. Nach „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Love came down at Christmas“ (John Rutter) wurde es erstmals richtig schwungvoll. Gleich zu Beginn hatte Ortkras das Publikum gebeten, ausgewählte Stücke oder Passagen mitzusingen und die einzelnen Auftritte ruhig umgehend mit Applaus zu würdigen. Bei „Hört es klingt vom Himmelszelt“ klatschten nicht nur die Mitglieder des Chors rhythmisch und voller Elan mit. Kurz darauf band Ortkras das Publikum erstmals voll in das Konzert ein. Abwechselnd sangen nun Gäste und Chormitglieder die deutsche Übersetzung von „O come all ye faithful“.

Nach diesem gemeinsamen Gesang trat die Füchtorfer Chorgemeinschaft erstmals stimmgewaltig in Erscheinung. Szenenapplaus ernteten Sylvia Laumann und Andreas Pohlschmidt für ihre Soli in Lorenz Meierhofers „Sunny light of Bethlehem“. Auch die Chorgemeinschaft bat die Zuhörer zum gemeinsamen Singen. Die auch hier gut getroffene Wahl fiel auf den weihnachtlichen Klassiker „Stille Nacht, heilige Nacht“. Das Streicherensemble (Eva Potthoff, Judith Habenicht, Luisa Haselhorst, Dr. Andreas Raffelsiefer, Georg Potthoff, Philipp Seidel, Johannes Krabbe und Daniel Brzozowski) glänzte derweil mit der Pastorle in F-Dur (Francesco Manfredini). Auch sie ernteten viel Beifall.

Wenig später war die Zeit für den Auftritt der jüngsten Musiker gekommen. Gemeinsam standen die Kinderchöre vor großem Publikum. Souverän meisterten sie die Aufgabe und wussten mit „Engel auf den Feldern singen“, „Markt und Straßen stehn verlassen“ sowie Johann Sebastian Bachs „Ich steh an deiner Krippen hier“ zu glänzen.

Auch dieser Auftritt wurde mit dem gemeinsamen Gesang von Chor und Publikum abgerundet. Nun erklang „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, aus zahlreichen Kehlen.

Es folgte ein Höhepunkt des rundum gelungenen Konzertabends. Begleitet von Georg Potthoff (Solotrompete) gehörte Bass-Bariton Florian Franke mit Johanns Sebastian Bachs Arie „Großer Herr und starker König“ die Bühne. Sein Auftritt wurde mit langanhaltendem Applaus gefeiert.

Doch auch die Kooperation von „Sound & Spirit“ und Sängern der Chorgemeinschaft sorgte für Furore. Gleich zwölf Solisten (Wencke Jänisch, Katharina Brink, Andreas Pohlschmidt, Gerhard Schütz, Sylvia Laumann, Monika Krüllmann, Lothar Rottwinkel, Johannes Heitland, Hedwig Möllers, Talin Camgöz, Ludger Schmidt, Lukas Gausepohl) traten in Michael Praetorius‘ „Quem pastores laudavere“ hervor. Nachdem Chor und Publikum ein weiteres Mal interagiert hatten, folgte das Weihnachts-Wiegenland von „Sound & Spirit“ und Chorgemeinschaft. Zum großen Finale komplettierten die Kinderchöre das imposante Bild im Altarraum. Nun erklang mit „Tollite Hostias“ ein Auszug aus Camille Saint-Saens‘ Weihnachtsoratorium.

Mit „O du fröhliche“ – nun gesungen vom Publikum – und einer Zugabe verabschiedeten sich die Musiker . Der Lohn für ihre langen Vorbereitungen, Proben und das abwechselungsreiche Konzert an diesem Sonntag war der langanhaltende Beifall der Konzertgäste.

„Uns allen hat es sehr viel Freude bereitet, dieses Konzert vorzubereiten“, betonte auch Andreas Pohlschmidt. Auf einen festen Eintrittspreis hatten die Aktiven übrigens verzichtet. Stattdessen baten sie – nach diesem facettenreichen Auftritt völlig zu Recht – um eine Spende für die Kirchenmusik.

Quelle: WN vom 31.12.2019  /  Text & Foto: C. Irmler

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