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Festgottesdienst zum Reformationsjubilaeum Damit die Welt glaube image 630 420f wnVor der Gnadenkirche ließen die Gottesdienstbesucher duzende lila Luftballons in den Himmel steigen. Und Reformator Martin Luther, alias Presbyter Martin Lerchner, berichtete den Gästen des Jubiläumsempfangs aus seinem Leben. Foto: Ulrike von BrevernFestgottesdienst zum Reformationsjubiläum

Sassenberg - Seit Dienstagmorgen ziert eine neue Bibel den Altar der Gnadenkirche. Die Präses der evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, hat den Gemeinden die frisch durchgesehene Ausgabe der Lutherbibel als bleibende Erinnerung an das 500-jährige Reformationsjubiläum geschenkt.

Am Reformationstag feierte die Gemeinde den Höhepunkt des Jubiläumsjahres mit einem Festgottesdienst, bei dem die Bibel in Gebrauch genommen wurde. Vor dem gut besuchten Empfang im Gemeindehaus ließen die Gottesdienstbesucher vor der Gnadenkirche dutzende lilafarbene Luftballons als Zeichen der Erneuerung in den Himmel steigen.

„500 Jahre Reformation - wer hätte das gedacht? Martin Luther wohl am allerwenigsten“, ordnete Pfarrer Michael Prien zu Beginn des Festgottesdienstes den Thesenanschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg vor einem halben Jahrtausend in den historischen und theologischen Zusammenhang ein. In den Mittelpunkt seiner Festpredigt stellte er das Familienwappen Luthers, das mit Kreuz, Herz, Rose und Ring die theologischen Grundideen des Reformators symbolisiere. Musikalisch wurde der Gottesdienst nicht nur vom Männergesangsverein „Frohsinn“ mitgestaltet. Unter Leitung von Christian Siegmund hatte sich mit Christian und Jan Borgmann sowie Rudolf Bussmann und Finn Robecke eigens für den Reformationstag ein kleines Blechbläserensemble zusammengefunden.

„Manchmal braucht es einfach Mut, sich auf die Hinterbeine zu stellen und zu sagen: ‚So geht’s nicht mehr weiter‘“, lobte Bürgermeister Josef Uphoff den Reformator mit ausdrücklichem Bezug zur Gegenwart. „Die Bürgerschaft in unserem Land zeichnet es aus, dass wir hier gemeinsam feiern können, statt uns über zwei Kirchen zu ärgern“, hob er das heute gute Verhältnis der katholischen und evangelischen Christen zueinander hervor. Es sei wichtig, dass „wir als Christen miteinander an einem Strang ziehen“, adressierte Hausherr Pfarrer Prien an den katholischen Amtsbruder Rösner, der diese Forderung mit einem ausdrücklichen „Genau!“ bestätigte.

Vertrauen und der Wille zur Annäherung sei gewachsen, sagte Pfarrer Andreas Rösner mit Blick auf verschiedene gemeinsame Aktionen im abgelaufenen Jubiläumsjahr sowie angesichts allgemein sinkender Kirchenbindung. Erstmals werde das Reformationsgedenken nicht in Abgrenzung zur katholischen Seite gefeiert, hob er hervor, und auch die katholische Identität lebe nicht durch die Abwertung des Anderen. Er träume von einer Kirche, die ökumenisch verschiedene Traditionen umfasse, sich auf das biblische Wort und dessen Geist konzentriere – „damit die Welt glaube“.

Im weiteren Verlauf der Feier kam der Reformator mit seiner zum Teil deftigen Sprache auch noch selber zu Wort, verkörpert von Presbyter Martin Lerchner.

Quelle: WN vom 03.11.2017  /  Text & Foto: U. von Brevern

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