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Zeichen der Solidarität

Partnerschaft mit Ruanda angestossen Zeichen der Solidaritaet image 630 420f wnDie ersten Schritte auf dem Weg zur Partnerschaft sind gemacht: Im Rahmen eines Europa-Besuches war Father Théoneste auch zu Gast in Sassenberg. Den Mitarbeitern des Altenzentrum-Teams rund um Werner Fusenig überreichte er eine Intarsienarbeit aus seiner Heimat. Anhand von Fotos dokumentierte Father Théoneste die Schäden am 50 Jahre alten Gesundheitszentrum.Das Spektrum der Dienstleistungen im Health Center reicht von Impfungen bis hin zu präventiven Gesundheitskursen.Ruanda ist noch immer ein armes Land. Deshalb engagiert sich die Caritas hier stark im Gesundheitswesen. Foto: Ines-Bianca HartmeyerPartnerschaft mit Ruanda angestoßen

Sassenberg - Es ist als „Zeichen der Solidarität“ gedacht: Das Altenzen­trum und die Pfarrei möchten eine Partnerschaft eingehen mit der Caritas der Diözese Ruhengeri in Ruanda und der Gemeinde Christkönig Nyakinama. Vor allem ein Gesundheitszentrum soll davon profitieren.

„ Caritas“ – das kommt aus dem Lateinischen und steht für „Wertschätzung“, „Mildtätigkeit“, aber auch „Nächstenliebe“. Das alles hat Werner Fusenig, neben seiner Tätigkeit als Diakon zugleich Leiter des Altenzentrums St. Josef, im Blick, wenn er von dem Projekt spricht, das ihm seit Neuestem besonders am Herzen liegt: „Das Altenzen­trum und die Pfarrei St. Marien und St. Johannes möchten eine Partnerschaft eingehen mit der Caritas der Diözese Ruhengeri in Ruanda und der Gemeinde Christkönig Nyakinama“, wünscht sich Fusenig.

Beim Pressegespräch am Montagmorgen präsentierte er auch direkt ein Gesicht zu dem Projekt: Father Théoneste Munyankindi ist 41 Jahre alt und bereits seit zehn Jahren verantwortlich für die Caritasarbeit in der Diözese Ruhengeri. Im Rahmen eines Europabesuches nutzte er am Wochenende die Gelegenheit, in Sassenberg erste Grundsteine zu legen für eine zukünftige Partnerschaft.

Aber der Reihe nach: Ihren Anfang nahm die Idee, nachdem Werner Fusenig im vergangenen Jahr in Sachen „Fairer Handel“ in Ruanda unterwegs war. Sein polnischer Begleiter Tadeuz Makulski knüpfte in der Folge den Kontakt zu Father Théoneste – und von da an flogen die Textnachrichten per Messenger über die Kontinente.

Anders als die Caritas-Angestellten in Deutschland erhalten ihre Mitstreiter in Afri­ka kein monatliches Gehalt. Sie sind selbst dafür verantwortlich, über Projekte an Geldmittel zu kommen. Und da ist Father Théoneste eines besonders wichtig: das Gesundheitszentrum „St. Michael Archangel“ in der Gemeinde Nyakinama. Hier können Hilfebedürftige mit Unterstützung der Caritas für umgerechnet vier Euro im Jahr pro Person medizinische Dienste in Anspruch nehmen. Das Spektrum reicht von Impfungen bis hin zu Gesundheitskursen.

Doch das „Health Center“, das fast 32 000 Menschen in 51 Dörfern versorgt, ist in die Jahre gekommen. „Gebaut wurde es 1970“, zeigte der afri­kanische Geistliche Bilder, die deutlich die Risse im Beton und andere Schäden dokumentieren. Erdbeben und Bodenerosion haben so starke Spuren hinterlassen, dass nur ein Neubau in Frage kommt. Kostenpunkt: rund 640 000 Euro.

Das geht nur mit Hilfe von außen. „Ein ambitioniertes Projekt – aber machbar“, will Fusenig sich dafür einsetzen. Er ist überzeugt, dass dieses „Stück Solidarität“ zu Sassenberg besonders gut passt: „Im Rahmen des Caritas-Sonntags am 17. September feiern wir hier unter dem Motto ,120 Jahre Pflege und Begegnung‘“, erinnert Fusenig an die Geschichte des Altenzentrums, das vor 120 Jahren ursprünglich als Krankenhaus gegründet wurde. Neben einem Gottesdienst ist anlässlich dieses Geburtstages auch ein Sommerfest vorgesehen, das durch die Caritas finanziert wird. „Die Einnahmen sind dann direkt für das Ruanda-Projekt vorgesehen“, hat Fusenig geplant.

Father Théoneste freut sich über den Beistand und überreichte dem Team um Fusenig als kleines Dankeschön schon einmal eine Intarsienarbeit aus seinem Heimatland. Zugleich sprach er eine Gegeneinladung aus: Alle Caritas-Mitarbeiter seien herzlich willkommen, in Nyakinama selbst einmal Erfahrungen zu sammeln. Und um das Eis zu brechen, hatte er – quasi als Einführung – direkt einige erste Vokabeln in der Landessprache parat.

Quelle:  WN vom 18.07.2017  /  Text & Foto: Ines-Bianca Hartmeyer

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